10.04.2026

Terra Quantum wird für Börsengang mit 3,25 Milliarden Dollar bewertet

St.Gallen/Incline Village - Terra Quantum wird durch die Verschmelzung mit einer bereits kotierten Mantelgesellschaft an die New Yorker Technologiebörse Nasdaq gehen. Die nun unterzeichnete Absichtserklärung bewertet das St.Galler Quantentechnologie-Unternehmen mit 3,25 Milliarden Dollar.

(CONNECT) Terra Quantum wird mithilfe der Verschmelzung mit einer bereits börsennotierten Mantelgesellschaft an die Nasdaq gehen. Wie das auf Quantentechnologien spezialisierte Unternehmen mit Sitz in St.Gallen jetzt mitteilt, hat es mit der im US-Bundesstaat Nevada ansässigen Mountain Lake Acqusition Corp. II (MLAC II), einer sogenannten Special Purpose Acquisition Company (SPAC), eine entsprechende unverbindliche Absichtserklärung unterzeichnet.

Bei Abschluss der Transaktion, der einen aufwändigen klassischen Börsengang umgeht, wird Terra Quantum mit 3,25 Milliarden Dollar bewertet. Laut der Mitteilung spiegelt die geplante Transaktion „das grosse Vertrauen in die differenzierten Quantenalgorithmen, Software, Quantensicherheit und hybride quantenklassische Lösungen von Terra Quantum sowie in die kommerzielle Zugkraft des Unternehmens in verschiedenen Branchen wie Verteidigung, Finanzen, Pharmazie und Logistik wider“. Paul Grinberg, Vorsitzender und CEO von MLAC II, fügt hinzu: „Wir sind überzeugt, dass Terra Quantum mit seinem Managementteam, das über herausragende Expertise in Wissenschaft und Technologievermarktung verfügt, eine einzigartige Position an der Spitze der Quantenrevolution einnimmt.“

Vor sieben Jahren sei das Unternehmen „mit einer kühnen Überzeugung gestartet: dass Quantentechnologie kein fernes Versprechen ist, sondern etwas, das unsere Welt schon heute prägen kann“, so CEO und Gründer Markus Pflitsch in einer persönlichen Mitteilung. „Diese Überzeugung war nicht immer leicht aufrechtzuerhalten. Es bedeutete, sich gegen den Strom zu stellen, aufzubauen, wenn andere zweifelten, und zu glauben, als es noch keine greifbaren Beweise gab, sondern nur eine Vision.“ Den Namen seines Unternehmens nun auf der Nasdaq-Anzeigetafel am Times Square in New York zu sehen, sei „etwas sehr Persönliches und viel mehr als nur ein geschäftlicher Erfolg. Denn hinter jeder Zeile Code, jedem Algorithmus, jedem Durchbruch standen Jahre der Beharrlichkeit, schlaflose Nächte und unerschütterliche Überzeugung.“

Neben Pflitsch wird das Unternehmen von Technologiechef Prof. Dr. Florian Neukart sowie Finanz- und Strategiechef Dr. Eike Marx geführt. Erst im Juni 2025 war Chief Business Officer Martin Hofmann, der ehemalige IT-Chef der VW-Gruppe, nach nur sechs Monaten im Amt entlassen worden. ce/mm