OST-Studierende entwickeln Konzepte für Stadler und Beyond Gravity
Rapperswil-Jona SG/Bussnang TG/Zürich - 62 Studierende der OST – Ostschweizer Fachhochschule haben in zwölf Teams an konkreten Lösungen für den Zugbauer Stadler und das Raumfahrtunternehmen Beyond Gravity gearbeitet. Nun haben sie ihre Prototypen der Öffentlichkeit präsentiert.
(CONNECT) Studierende des Bachelor-Studiengangs Maschinentechnik/Innovation der OST – Ostschweizer Fachhochschule haben sich mit konkreten Problemstellungen der Industriepartner Beyond Gravity und Stadler Rail befasst. Während zweier Semester erarbeiteten sie innovative Möglichkeiten zu deren Lösung, von der Aufgabenstellung über die Entwicklung von theoretischen Ansätzen bis hin zur Konstruktion und Validierung funktionierender Prototypen. „Das entspricht unserem Anspruch auf eine sehr praxisnahe Ausbildung“, wird Stefan Grätzer in einer Mitteilung der OST zitiert. Er hat zusammen mit weiteren Dozierenden insgesamt 62 angehende Maschineningenieurinnen und -ingenieure in zwölf Teams dabei begleitet. Die Entwicklungen wurden der Öffentlichkeit am 29. Mai in Rapperswil-Jona vorgestellt.
Für den Zugbauer Stadler aus Bussnang suchten sie nach Möglichkeiten, das Kurvenquietschen und den damit verbundenen und teuren Verschleiss von Schienen und Rädern im Bahnverkehr zu vermindern. „Die Studierenden haben uns mit ganz vielen Ideen und Lösungsansätzen begeistert, die unsere Spezialisten jetzt teilweise oder miteinander kombiniert bei der Entwicklung künftiger Schienenfahrzeuge weiterverfolgen können“, so Christoph Leiterer, Chef der Abteilung Engineering Tailor Made bei Stadler.
Im Entwicklungsprojekt mit Beyond Gravity aus Zürich beschäftigten sich 32 Studierende in sieben Teams mit der automatisierten Handhabung von sogenannten Aluminium-Wabenplatten. Diese leichten Elemente werden in modernen Raketenverkleidungen eingesetzt und müssen aufgrund ihrer empfindlichen Struktur besonders schonend verarbeitet werden. „Unsere Erwartung war ein Konzept für Greifer, mit denen sich die Aluminium-Wabenplatten für die Herstellung von Raketenspitzen, automatisiert durch die Produktion bewegen lassen“, erklärt Marco Deffner, Produktionsingenieur bei Beyond Gravity. „Was wir bekommen haben, sind vollständig Konzepte und funktionierende Prototypen.“ ce/mm