Fitch hebt Rating von Raiffeisen an
St.Gallen - Die Rating-Agentur Fitch hat das Long Term Issuer Default Rating der Raiffeisen-Gruppe von bisher A+ auf AA- erhöht. Das Short Term Issuer Default Rating erhöht sich von F1 auf F1+. Hintergrund ist eine modifizierte Ratingmethodik, die die Kapitalausstattung von Banken differenzierter bewertet.
(CONNECT) Die Ratingagentur Fitch hat ihr Rating für die Raiffeisen-Gruppe erhöht. Das langfristige Emittentenausfallrating der Bank (Long Term Issuer Default Rating) liegt jetzt laut einer Mitteilung bei AA- (bisher: A+). Das kurzfristige Emittentenausfallrating (Short Term Issuer Default Rating) liegt bei F1+ (bisher F1).
Grund für die Erhöhung ist eine angepasste Rating-Methodik von Fitch. Die veränderte Methodik könne die Kapitalausstattung von Banken differenzierter im Hinblick auf mögliche Stress- und Krisenszenarien bewerten, heisst es in einer Mitteilung. So zeichnet die Rating-Einschätzung etwa die deutliche Übererfüllung der regulatorischen Anforderungen an die Total Loss Absorbing Capacity (TLAC) seitens der Raiffeisen-Gruppe aus. Per 31. Dezember 2025 lag die TLAC-Quote der Bank bei 27,5 Prozent.
Im Zuge der angepassten Methodik wurde auch die Gewichtung der Kapitalpuffer von Bail-in-Instrumenten verändert. Dadurch liegt das Rating von Raiffeisen-Bail-in-Anleihen neu bei A (bisher A+). Die übrigen Ratings bleiben unverändert. Fitch beurteilt den Ausblick für Raiffeisen weiterhin als stabil.
Die finanziell stabile Situation der Gruppe wird durch die Kennzahlen des Geschäftsjahrs 2025 bestätigt, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Raiffeisen hat 2025 einen Gewinn von 1,1 Milliarden Franken erzielt und liegt mit einer kurzfristigen Liquiditätsquote von 163 Prozent deutlich über dem regulatorischen Minimum von 100 Prozent. Die langfristige Refinanzierungsquote (Net Stable Funding Ratio) erreicht 131 Prozent und unterstreiche die stabile und nachhaltige Refinanzierung der Ausleihungen der Raiffeisen-Gruppe. ce/ja