22.06.2026

Bodenseeregion will Wirtschaft mit Wasserstoff vorantreiben

Rapperswil-Jona SG - Ein Konsortium unter Leitung der OST – Ostschweizer Fachhochschule fördert die Wasserstoffwirtschaft in der Region Bodensee-Alpenrhein, die Liechtenstein sowie Gebiete von Deutschland, Österreich und der Schweiz umfasst. Das H2-Lab soll Partner aus Energiewirtschaft, Logistik und Schifffahrt zusammenbringen.

(CONNECT) Das Institut für Energietechnik (IET) der OST – Ostschweizer Fachhochschule hat eine neue Initiative zur Stärkung der Wasserstoffwirtschaft gestartet. Unter dem Namen H2-Lab: Wasserstoff-Ökosystem Bodensee-Alpenrhein sollen Partner aus den Bereichen Energiewirtschaft, Logistik und Schifffahrt die Wasserstoffwirtschaft in der Region vorantreiben, heisst es in einer Mitteilung. Dazu haben sich am 17. Juni 2026 alle Beteiligten zu einem projektinternen Kick-off in Buchs SG getroffen. Anwesend waren auch die Politiker Marc Mächler, Regierungsrat des Kantons St.Gallen, Dr. Adi Gross, Vertreter der Vorarlberger Landesverwaltung, und Hubert Büchel, Regierungsrat des Fürstentums Liechtenstein.

Das neue Projekt soll die Hürden in der Region Bodensee-Alpenrhein für die Wasserstoffwirtschaft senken. Mit elf Projektpartnern und 17 assoziierten Partnern soll der grenzüberschreitende Wasserstoffhandel, grenzüberschreitende Anwendungen und vor allem ein grenzüberschreitendes Wasserstoffnetz ausgebaut werden. Darunter ist ein Anschluss an den Knotenpunkt Lindau geplant, der bis 2032 mit einer Pipeline von Norden an das Wasserstoffkernnetz Deutschlands angeschlossen werden soll. Im Ergebnis soll mit dem neuen Wasserstoffnetz die Energiewirtschaft in der Region, der Lastwagentransport sowie die Schifffahrt gefördert werden. Das Projekt wird von der EU, dem regionalen Förderprogramm Interreg Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein (ABH), dem Forschungsfonds Gas des Verbands der Schweizer Gasindustrie (FOGA) sowie weiteren Partner aus vier Ländern gefördert. „Es werden wichtige Akteure aus dem Energie- und spezifisch aus dem Wasserstoffbereich erstmals an einen Tisch gebracht – über Ländergrenzen hinweg“, wird Marc Mächler in der Mitteilung zitiert. ce/ww